Der rote FadenDer rote Faden steht für eine (Leit-) Linie oder eine Spur an der man sich richten kann. Da er sich wie eine Schnur durch Handlungen, etc. durchzieht und die auffällige Farbe rot hat, kann man sich gut an dem roten Faden orientieren.

Als Synome gelten deshalb unter anderem: Grundgedanke, Grundmotiv, Leitmotiv, Richtlinie

Angeblich stammt der rote Faden aus den „Wahlverwandschaften“ von Johann Wolfgang von Goethe:

Wir hören von einer besondern Einrichtung bei der englischen Marine. Sämtliche Tauwerke der königlichen Flotte, vom stärksten bis zum schwächsten, sind dergestalt gesponnen, dass ein roter Faden durch das Ganze durchgeht, den man nicht herauswinden kann, ohne alles aufzulösen, und woran auch die kleinsten Stücke kenntlich sind, dass sie der Krone gehören. (Teil 2, Kapitel 2)
Ebenso zieht sich durch Ottiliens Tagebuch ein Faden der Neigung und Anhänglichkeit, der alles verbindet und das Ganze bezeichnet. (Teil 2, Kapitel 4)

Foto: © nicootje/sxc.hu